Trotz der Schadensersatzklage des Freistaates gegen das Unternehmen wegen Fehlverhaltens von vier Wachleuten bei dem Einbruch ins Historische Grüne Gewölbe behalten die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) ihre langjährige Sicherheitsfirma. Die Dresdner Wach- und Sicherheitsinstitut GmbH (DWSI) hat das Bieterverfahren einer europaweiten, extern durchgeführten Neuausschreibung der Aufsichts- und Bewachungsleistung laut Mitteilung der SKD vom Montag «mit deutlichem Abstand für sich entschieden».
Der Vertrag umfasst rund 400.000 Stunden jährlich, hat ein Volumen von etwa 10 Millionen Euro und eine Laufzeit von drei Jahren, mit Verlängerungsoption. Der Dienstleister werde dabei «zu wesentlich mehr Qualität» verpflichtet und von der neuen SKD-Sicherheitsabteilung gesteuert und kontrolliert.
«Die DWSI konnte aus juristischen Gründen nicht vom Vergabeverfahren ausgeschlossen werden, das ist intensiv geprüft worden», sagte SKD-Verwaltungschef Dirk Burghardt. Die Firma sei in dem von einem Fachanwalt begleiteten Prozess «mit Abstand» auf Platz 1 gelandet. «Sie bot nicht nur den besten Preis, sondern lag auch bei den anderen Wertungskriterien vorn.» Sie biete Flexibilität, die Zahl von 400 Mitarbeitern und habe zudem langjährige Erfahrung mit den Gegebenheiten bei den SKD.