Die ostdeutsche Kultband Silly hat bei der Premiere ihre «Elektroakustik»-Tour den Nerv des Publikums im Dresdner Kulturpalast voll getroffen. Nach mehr als zwei Stunden legten die Musiker um Keyboarder Ritchie Barton noch fünf Zugaben nach und brachten den Konzertsaal mit Hits wie «Die wilde Mathilde», «Wo fang ich an» und «Bye Bye» zum Brodeln. Auch zuvor hatte Silly große Nummern aus mehr als 40 Jahren Bandgeschichte serviert, darunter «Mont Klamott», «Bataillon d’Amour» und «Asyl im Paradies».
Neben den drei Silly-Musikern Barton, Uwe Hassbecker (Gitarre) und Hans-Jürgen «Jäcki» Reznicek (Bass) standen Sängerin Julia Neigel und City-Frontmann Toni Krahl auf der Bühne. Außerdem hatte sich die Band mit Schlagzeuger Ronny Dehn und Hassbecker-Sohn Daniel verstärkt, der auch mit Akkordeon und Cello neue Töne in den Silly-Sound mixte. Krahl räumte ein, dass er neidisch auf seine Silly-Kollegen gewesen sei - nicht wegen der langen Haare, sondern weil er als Berliner eigentlich gern den Song «Mont Klamott» geschrieben hätte.