100 Jahre alt und quicklebendig: Die Semperoper hat ihren «Hausgott» Richard Strauss mit einer Neuinszenierung der Oper «Intermezzo» gewürdigt und dafür vom Publikum viel Beifall erhalten. Das Werk hatte am 4. November 1924 in Dresden seine Uraufführung und erlebte zum Jubiläum nun eine Neuauflage. Zur Premiere reisten auch Mitglieder der Familie Strauss an. Das Werk trägt stark autobiografische Züge und thematisiert einen Ehekonflikt des Ehepaares Strauss.
Regisseur Axel Ranisch ließ den Komponisten uns seine Frau gleich doppelt auftreten - Theater im Theater. Der Plot: Richard Strauss besucht mit seiner Frau Pauline 1924 die Uraufführung von «Intermezzo», das Ehepaar ist in einem Filmeinspieler auf einer Leinwand zu sehen. Pauline gerät zunehmend in Rage, als sie das Treiben auf der richtigen Bühne sieht und mitbekommt, dass ihr Mann seine eigene Ehe als Musiktheater inszeniert hat. In Videoclips tauchen während der sinfonischen Zwischenspiele der Oper auch andere Figuren aus dem Schaffen von Strauss auf, darunter Elektra, Salome und Arabella.