Die Semperoper befindet sich nach Einschätzung ihres Intendanten Peter Theiler nach den Jahren der Corona-Pandemie auf dem Weg zur Normalisierung. «Man hat das Gefühl, man kann wieder Theater machen», schätzte der 67-Jährige am Dienstag in Dresden die zu Ende gehende Spielzeit ein. Nach den Jahren zuvor sei das eine wohltuende Angelegenheit. «Das Publikum ist zurück, wenn auch die Auslastung aus der Zeit vor Corona noch nicht wieder erreicht ist.» Immerhin lag die Semperoper in dieser Spielzeit bei 88 Prozent Auslastung, üblich sind in Dresden Werte von mehr als 90 Prozent.»
Nach den Worten von Theiler reagiert das Publikum euphorischer als vor der Pandemie. Jede Aufführung sei inzwischen mit Standing Ovations verbunden. Der Intendant wertete das als Beleg dafür, mit welcher Freunde die Musikliebhaber nach der langen Abstinenz von Live- Aufführungen nun wieder kollektive Erlebnisse genießen könnten. Unkenrufe, die Oper sei nach der Pandemie am Ende, hätten sich nicht bewahrheitet. Man hoffe, der «Corona-Gefühlsstau» halte noch lange an, ergänzte der Kaufmännische Direktor Wolfgang Rothe.