Der deutsch-syrische Künstler Manaf Halbouni hat die Auseinandersetzung mit den Themen Krieg, Verfolgung, Flucht und Migration in ein weiteres Kunstwerk gegossen. Die schon 2015 begonnene Installation «Nowhere is Home» - ein mit Habseligkeiten bepackter, in einen Wohnraum verwandelter Kleinwagen - steht bis Ende April im Foyer des Dresdner Kulturpalastes. «Der Kontext ist immer noch aktuell», sagte er am Mittwoch zur Präsentation seiner Arbeit. Krieg, vor dem Menschen flüchteten, und Vertreibung habe es schon immer gegeben. Aufgrund der veränderten Berichterstattung der Medien sowie im Internet verbreiteten Bildern sei das allerdings heute sichtbarer, «sie rücken immer näher an uns heran».
Im Umfeld des Gedenkens der Stadt an deren Zerstörung im Zweiten Weltkrieg am 13. Februar soll das Werk auf Fluchtursachen hinweisen «und für Frieden und Demokratie sensibilisieren», sagte Dresdens Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Linke). «Lebensgefahr, Vertreibung, Flucht sind für viele Menschen bitterste Realität», sagte Philharmonie-Intendantin Frauke Roth, die Halbouni mit seiner Arbeit eingeladen hat. Der Künstler hofft, dass sie Menschen ins Gespräch über dieses Leid bringt, miteinander und auch mit ihm. «Sie können Zettel mit Nachrichten am Auto hinterlassen.»