Mit der «Stiftung Zukunft Gewandhaus zu Leipzig» soll die Finanzierung des Kulturortes zukunftstauglicher werden. Sein Haus stehe zunehmend vor großen Herausforderungen, sagte der Intendant des Gewandhauses, Andreas Schulz, im Interview der Deutschen Presse-Agentur. Das Publikum verändere sich, ebenso der Arbeitsmarkt und die Anforderungen an die Konzerte des Hauses.
«Vielleicht können wir in Zukunft auch nicht mehr die gewohnten Einnahmen erzielen, die wir als Eigenbetrieb der Stadt jedoch dringend benötigen», so Schulz. Die Stiftung soll aushelfen. Ihre Gründung soll am Freitag (24. Mai) in einem Konzert verkündet werden. Neben Geldern der Stadt, dem sogenannten Freundeskreis und dem «Sponsors-Club» soll die von sechs Privatpersonen gegründete Stiftung also eine weitere Säule der Finanzarchitektur des Gewandhauses sein.
«Wir sind sehr zufrieden mit den finanziellen Mitteln, die uns die Stadt Leipzig als Trägerin unserer Institution zur Verfügung stellt», betonte Schulz. Mit dem Geld könne gut gewirtschaftet werden. «Zusätzliche Projekte - beispielsweise große Namen im Spielplan oder bestimmte Tournee- und Musikvermittlungsprojekte - stellen uns jedoch regelmäßig vor finanzielle Herausforderungen.» Das ginge nur mit zusätzlicher Unterstützung.