Grenzüberschreitendes Lausitz Festival: Unter dem Motto »Zwischensamkeit« treffen zur zweiten Auflage des Mehrsparten-Festivals ab 25. August wieder internationale Klassik-Stars auf regionale Kultur-Akteure im sächsisch-brandenburgischen Kohle-Revier. «Mein größter Wunsch für das Lausitz Festival ist, den Menschen zu sagen: Es gibt keine Schwellen, die man überwinden muss. Kommt mit offenem Herzen und der Lust etwas zu erfahren, dann werdet ihr bei unserem Programm fündig», sagte Festival-Intendant Daniel Kühnel am Freitag in Görlitz. Ein zentrales Thema des Festivals sei der Strukturwandel.
Geplant sind 80 Veranstaltungen an 50 Orten bis zum 18. September. Zu Gast sind unter anderem der Opernstar Elīna Garanča, der Geiger Gidon Kremer, Schauspielerin Iris Berben, die Sängerin Cécile McLorin Salvant und die Ausnahmepianistin Martha Argerich. «Wir haben Theater, Konzerte, Jazz, Liederabende, eine Literatur- wie eine philosophische Gesprächsreihe und Ausstellungen. Zudem planen wir für dieses Jahr einen Filmschwerpunkt», sagte Kühnel. Auftrittsorte sind neben zahlreichen Dorfkirchen im sächsisch-brandenburgischen-polnischen Grenzland auch das Staatstheater Cottbus und die Fürst-Pückler-Park in Bad Muskau. Ungewöhnlichere Spielorte sind zum Beispiel der ehemalige Stasi-Knast in Bautzen oder die Telux-Industriebrache in Weißwasser.