Viereinhalb Jahre nach Eröffnung der rekonstruierten Königlichen Paraderäume im Dresdner Residenzschloss ist deren prunkvolle Innenausstattung komplett. Am Dienstag wurden die beiden letzten kostbaren Wandteppiche im 1. Vorzimmer gehängt. Die «fadengenaue» Herstellung der Tapisserie für die insgesamt sechs Behänge in dem Raum nach historischem Vorbild sei sehr aufwendig, der Prozess nun nach zwölf Jahren abgeschlossen, sagte Holger Krause, Projektleiter für den Schloss-Wiederaufbau vom Sächsischen Immobilien- und Baumanagement (SIB). Dafür mussten unter anderem alte Techniken wiederbelebt werden.
Die bis ins kleinste Detail originalgetreu wiedererstandenen barocken Räume waren im September 2019 eröffnet worden. Sie sind laut SIB die «Krönung» beim 1986 begonnenen Wiederaufbau des 1945 zerstörten Gebäudes als Museumskomplex der Staatlichen Kunstsammlungen. In Wiederherstellung von Eckparadesaal, Audienzgemach sowie Paradeschlafzimmer samt Vorzimmern investierte der Freistaat 34,4 Millionen Euro. Der Bund steuerte seit 2015 zwölf Millionen Euro dazu bei.