Die Anerkennung der Unesco als Welterbe hat der sächsischen Kleinstadt Herrnhut mehr internationale Aufmerksamkeit gebracht. «Die Nachfrage von Gästen aus dem Ausland wird stärker», sagt der Leiter des Kultur- und Fremdenverkehrsamtes, Konrad Fischer. Menschen mit speziellem Interesse an religiöser Geschichte kämen gezielt in den Ort, der vor knapp einem Jahr als Teil der Siedlungen der Herrnhuter Brüdergemeine zum Welterbe erklärt worden war.
Die Stadt im Südosten Sachsens trägt das Unesco-Siegel zusammen mit Christiansfeld in Dänemark, Bethlehem im US-Bundesstaat Pennsylvania und Gracehill in Nordirland. «Die Internationalität wird der weltweiten Verbreitung der Brüdergemeine gerecht», findet Fischer. Allerdings sei es eine gewisse Herausforderung, Besuchern zu vermitteln, dass Herrnhut nur ein Viertel der transnationalen Welterbestätte ausmache.