Ein als NS-Entzug identifiziertes, bedeutendes Gemälde der Breslauer Moderne bleibt trotz Restitution in der Sammlung des Schlesischen Museums zu Görlitz. Das Bild «Aechma fasciata mit Jahrhunderthalle [o. T.]» des schlesischen Künstlers Oskar Moll (1875–1947) wurde mit finanzieller Hilfe des Bundes, der Kulturstiftung der Länder und des Freistaates Sachsen erworben.
Mit den Erben des früheren Eigentümers sei «eine sehr gute Lösung» gefunden worden, damit es der Öffentlichkeit zugänglich bleibe, sagte Markus Hilgert, Generalsekretär der Kulturstiftung der Länder. Görlitz sei «der ideale Ort, um das Werk im Kontext der deutsch-polnischen Geschichte zu vermitteln».
Kulturstaatsministerin Claudia Roth dankte laut Mitteilung für das «großzügige Entgegenkommen der Erbengemeinschaft». «Deutschland steht in der Pflicht, den NS-Kulturgutraub konsequent weiter aufzuarbeiten und mit einvernehmlichen Lösungen einen Beitrag zur Linderung des erlittenen Unrechts zu leisten», begründete sie die Förderung von Restitution und Wiederankauf des Görlitzer Gemäldes, das eine bedeutende Epoche der deutschen Kunstgeschichte widerspiegele.