Mit einer ersten Ausstellung öffnet an diesem Samstag im Dresdner Residenzschloss die neue «Kunstkammer Gegenwart» in der früheren Fürstengalerie. Sie widmet sich nach Angaben der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) den Fragen, was in Museen gespeichert wird, ob Kunstwerke der Erinnerung dienen oder sich im Laufe der Zeit verändern. Zu den Exponaten gehören auch Werke von Joseph Beuys, Eberhard Havekost, Candida Höfer oder US-Künstler Frank Stella - dessen Anfang der 1990er geschaffenes Modell einer modernen Kunsthalle Dresden wird in einer offenen Werkstatt restauriert.
Die Initiative für ein Domizil zeitgenössischer Kunst in der barocken Altstadt war damals von dem Sammlerpaar Erika und Rolf Hoffmann ausgegangen, das Projekt aber letztlich gescheitert. 2018 dann hatte die Witwe des Unternehmers rund 1200 Werke der international bedeutenden Privatkollektion an die SKD gegeben. In einem von dem renommierten Designer Konstantin Grčić entworfenen Schaudepot sollen nun künftig Werke daraus, aus dem Kunstfonds, der Stiftung Günther und Annemarie Gercken, dem Kupferstich-Kabinett und dem Albertinum gezeigt werden. Sichtbar gemacht werden soll der Umgang mit modernen, fragilen Materialien.