Von der historischen Dampfmaschine bis zum markanten Förderturm: Das Bergbaumuseum in Oelsnitz/Erzgebirge weiß seit jeher mit authentischen Zeitzeugnissen des Steinkohlebergbaus zu beeindrucken. Der lieferte einst die Energie für den rasanten wirtschaftlichen Aufstieg Sachsens im Zeitalter der Industrialisierung, reicht aber viel weiter zurück. Doch es sind die Menschen und ihre Biografien, die in der neuen Ausstellung dem Bergbau von einst ein besonderes Gesicht geben.
Neben berühmten Persönlichkeiten wie Georgius Agricola und Carl von Carlowitz zählt dazu Jutta Knittel. Sie kam 1947 als Vertriebene aus Breslau nach Sachsen und studierte später in Freiberg. Knittel gilt laut Museum als erste Markscheiderin Deutschlands. Oder der Feinmechaniker Carl Wolf aus Zwickau, der eine Benzin-Sicherheitslampe für den Bergbau entwickelte - der Grundstein für den Aufstieg des Unternehmens Friemann & Wolf zu einem weltweit gefragten Unternehmen. Oder Dorothea Sarfert, die als zehnfache Mutter nach dem Tod ihres Mannes erfolgreich dessen Bergbauunternehmen fortführte.