Das als «Kohlewelt» zu Jahresbeginn wiedereröffnete Bergbaumuseum in Oelsnitz im Erzgebirge hat den sächsischen Museumspreis gewonnen. Es sei ein beeindruckender touristischer Anziehungspunkt mit Angeboten für unterschiedliche Zielgruppen, sagte Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU). «Für viele Menschen in Sachsen ist zwar die Geschichte der Braunkohle bekannt. Dass auch die Steinkohle einen wichtigen Teil der Industriegeschichte darstellt, wird in der Ausstellung eindrucksvoll vermittelt.»
Das Museum war 1986 im denkmalgeschützten Gebäude eines früheren Steinkohlebergwerks eingerichtet worden. Ab 2019 wurde es sechs Jahre lang generalsaniert und die Dauerausstellung komplett neu gestaltet. Die Kosten belaufen sich nach früheren Angaben auf rund 30 Millionen Euro.
Die neue Schau bietet einen Streifzug durch 800 Jahre Steinkohlebergbau in Sachsen. Dabei wird das Thema aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. So wird die Entstehung der Kohle vor 300 Millionen Jahren thematisiert, ebenso wie der Bergbau das Leben und die Kultur der Menschen beeinflusst hat.