Wegen langjähriger Spionage für China ist der ehemalige Mitarbeiter des AfD-Bundestagsabgeordneten Maximilian Krah, Jian G., zu einer Haftstrafe von vier Jahren und neun Monaten verurteilt worden. Das Oberlandesgericht Dresden sah die geheimdienstliche Agententätigkeit des Deutschen in besonders schwerem Fall als erwiesen an.
Nach Einschätzung von Bundesanwalt Stephan Morweiser handelt es sich um «den bisher schwerwiegendsten Fall chinesischer Spionage in Deutschland», der bisher aufgedeckt werden konnte.
Als Mitarbeiter in Krahs damaligem Abgeordnetenbüro im Europäischen Parlament soll G. von 2019 bis 2024 Informationen gesammelt und teilweise vertrauliche Dokumente an chinesische Stellen weitergereicht haben. Da Krah Mitglied im Ausschuss für internationalen Handel war, habe es sich für G. um eine «wesentliche Quelle für Informationen» gehandelt, sagte der Vorsitzende Richter Hans Schlüter-Staats.