Im Prozess um den gewaltsamen Tod des sieben Monate alten Ben Elias in Leipzig hat die wegen Totschlags angeklagte Mutter des Jungen die Vorwürfe zurückgewiesen. «Ich habe Ben zu keinem Zeitpunkt geschüttelt. Ich weiß wie gefährlich das ist», sagte die 24-Jährige vor dem Landgericht Leipzig.
Gutachten: Baby starb an Hirnschäden durch heftiges Schütteln
Die Staatsanwaltschaft wirft der 24-Jährigen vor, ihren Sohn derart stark geschüttelt zu haben, dass er wenig später starb. Laut rechtsmedizinischem Gutachten war der Säugling im April 2024 mit einem erheblichen Kraftaufwand geschüttelt worden und hatte dabei schwere Blutungen im Schädel und Hirnschäden erlitten. Einen Tag später erlag Ben Elias seinen Verletzungen.
Sie habe an dem Tattag ihre damals dreijährige Tochter in den Kindergarten gebracht und dabei den Säugling in der Trage mitgenommen, schilderte die Angeklagte. Gegen 11.00 Uhr habe sie den Jungen gefüttert und wieder hingelegt. Wenig später habe sie bemerkt, dass ihr Sohn blass gewesen sei und einen starren Blick gehabt habe.