In Sachsen müssen sämtliche Polizeianwärter ihre schriftlichen Abschlussprüfungen wiederholen. Grund dafür ist, dass die Bedingungen für einen Teil der Prüflinge nicht fair gewesen sind, sagte André Schäfer, Sprecher der Polizeihochschule in Rothenburg der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte die «Sächsische Zeitung» berichtet. Demnach mussten die Prüfungen an den Polizeifachschulen Chemnitz, Leipzig und Schneeberg annulliert werden. Betroffen sind demnach alle 320 Polizeianwärter und -anwärterinnen des entsprechenden Jahrgangs.
Hintergrund ist eine «inhaltliche Überschneidung» der Aufgaben mit einer Prüfung von vor zwei Jahren, sodass die Aufgaben einem Teil der Anwärter bereits bekannt gewesen waren. Weil dies den Qualitätsstandards der Hochschule der Sächsischen Polizei widerspreche, habe die Entscheidung so getroffen werden müssen. Wie es zu dem Vorfall kommen konnte, werde derzeit ermittelt. Es handle sich vermutlich um eine «individuelle Fehlleistung», so Schäfer. Es sei ein Disziplinarverfahren eingeleitet worden.