Im Prozess um den illegalen Streamingdienst «movie2k.to» und einen Milliardengewinn mit Bitcoins hat das Gericht die Möglichkeit einer Verständigung angeregt. Entsprechende Vorüberlegungen sollten am kommenden Verhandlungstag, den 17. März, gemacht werden, sagte der Vorsitzende der Wirtschaftsstrafkammer am Landgericht Leipzig Karsten Nickel. «Es ist sinnvoll, diese zu Beginn der Beweisaufnahmen zu führen.»
Vor dem Landgericht ist der 42 Jahre alte mutmaßliche Kopf des Portals unter anderem wegen gewerbsmäßiger Geldwäsche in 146 Fällen angeklagt. Mit ihm auf der Anklagebank sitzt ein 39-Jähriger, der sich wegen Geldwäsche in 46 Fällen und Steuerhinterziehung verantworten muss. Die Vorwürfe, in rund 220.000 Fällen urheberrechtlich geschützte Werke unerlaubt verwertet zu haben, sind inzwischen verjährt und somit nicht mehr Gegenstand der Verhandlung.