Nach gut acht Monaten geht der Prozess gegen die mutmaßliche Unterstützerin der Neonazi-Terrorzelle NSU, Susann E., am Oberlandesgericht in Dresden (OLG) zu Ende. Die 45-Jährige ist die Ehefrau des bereits verurteilten NSU-Unterstützers André E. und mutmaßlich eine enge Freundin der Rechtsterroristin Beate Zschäpe. Sie ist wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung und Beihilfe zu einer schweren räuberischen Erpressung mit Waffen angeklagt.
Susann E. soll dem NSU geholfen haben
Die Bundesanwaltschaft wirft Susann E. vor, Zschäpe ihre Personalien überlassen zu haben. Sie soll der NSU-Terroristin mehrmals ihren Personalausweis zur Verfügung gestellt haben, etwa bei einer Vernehmung der Polizei zu einem Wasserschaden in dem Mietshaus, in dem das NSU-Trio lebte, und während einer längeren Urlaubsreise. Mit der Krankenkassenkarte der Angeklagten habe sich Zschäpe mehrmals bei einem Zahnarzt behandeln lassen. Auch auf eine Bahncard mit dem Foto von Zschäpe und einen Videotheksausweis, beide im Namen Susann E.s, verwies die Bundesanwaltschaft.