Das Klinikum Chemnitz bietet weiblichen Opfern sexueller Gewalt ab sofort die Möglichkeit einer vertraulichen Spurensicherung an. Dabei sollen in einer geschützten Umgebung Beweise und Spuren gesichert werden, teilte das Klinikum mit. Viele Betroffene scheuten aus Scham, Angst oder Unsicherheit den Weg zur Polizei. Die Spurensicherung biete eine wichtige Grundlage für mögliche spätere rechtliche Schritte und erhöhe die Chancen auf eine erfolgreiche Verfolgung der Täter.
Spuren müssen möglichst zeitnah gesichert werden
Nach Angaben des Klinikums ist es nach sexualisierter Gewalt besonders wichtig, zeitnah Spuren zu sichern. Betroffene könnten sich zu jeder Tages- und Nachtzeit an das Klinikum wenden. Die Person sollte sich möglichst ungeduscht und mit der Kleidung, die zum Tatzeitpunkt getragen wurde, in der Notaufnahme der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe vorstellen. Zuerst finde ein ärztliches Gespräch statt, der geschilderte Tathergang werde schriftlich dokumentiert. Dann erfolge eine körperliche und gynäkologische Untersuchung.
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