Die bundesweite Razzia gegen Organisierte Kriminalität am Mittwoch hat ihren Anfang in Hessen genommen. Ausgangspunkt seien Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Hanau gewesen, berichtete ein Sprecher der federführenden Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt. Danach haben die Eingreifreserven der Generalstaatsanwaltschaft, die auch für Organisierte Kriminalität zuständig ist, die Verfahren übernommen. Mehr als 1500 Bundespolizisten waren am Mittwochmorgen an der Razzia beteiligt. Es gab mehr als 100 Festnahmen, darunter in Eschborn und Maintal.
Die Beamten durchsuchten nach Angaben der Staatsanwaltschaft 62 Bordelle, Wohnungen oder Büros. Schwerpunkte der Aktionen waren Nordrhein-Westfalen mit 17 durchsuchten Einrichtungen, Hessen mit zehn, Niedersachsen und Baden-Württemberg mit je neun. Im Fokus der Beamten standen unter anderem Menschenhandel, Zuhälterei und Zwangsprostitution von Thailänderinnen.
Wie die Bundespolizei Mitteldeutschland erklärte, wurden seit sechs Uhr am Mittwochmorgen in Sachsen drei und in Sachsen-Anhalt und Thüringen jeweils zwei Objekte durchsucht. Die Einsätze sollten noch mindestens bis zum Mittag andauern.