Der Dresdner Stadtrat will sich am kommenden Montag bei einer Anhörung von Sachverständigen mit den Krawallen beim Fußballspiel Dynamo Dresden gegen Türkgücü München im Mai befassen. Im Umfeld des Spiels war es zu massiven Ausschreitungen gekommen. «Die Aufarbeitung der Ereignisse ist wichtig und hat unmittelbar nach dem 16. Mai auch auf vielen Ebenen begonnen. Dazu gehört die konsequente Strafverfolgung genauso wie die kritische Betrachtung der Umstände, wie es zu solchen Gewaltausbrüchen kommen konnte», erklärte Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) am Freitag in Dresden. Die Anhörung sei ein Baustein in diesem Prozess.
«Mit der Gewalt und 185 verletzten Kolleginnen und Kollegen als deren Folge war der 16. Mai für die Dresdner Polizei eine Zäsur. Zäsur bedeutet Einschnitt - aber weniger im Sinne einer Abrechnung, sondern vielmehr als Beginn von etwas Neuem, etwas Besseren», betonte Dresdens Polizeipräsident Jörg Kubiessa. Nach den Worten von Dynamo-Geschäftsführer Jürgen Wehlend stehen der Verein und seine Mitglieder «aktiv gegen Gewalt und Diskriminierung jeglicher Art innerhalb und außerhalb des Stadions». Dies hätten Vertreter der Fangruppen in einer gemeinsamen Erklärung von Fans für Fans im Juni öffentlich zum Ausdruck gebracht.