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16 Jahre ahnte sie nichts: Landgericht Dresden klagt Mann wegen schwerer Vergewaltigung an

Eine kleine Bronze-Statue der Justitia mit Augenbinde, Waage und Schwert steht auf einer hölzernen Tischoberfläche. Das Symbolbild steht für die Anklage der Staatsanwaltschaft Dresden.
Anklage erhoben: Nach TV-Recherchen beschuldigt die Staatsanwaltschaft Dresden einen 47-Jährigen aus Großenhain, seine Partnerin jahrelang betäubt und missbraucht zu haben. Nun entscheidet das Landgericht über den Prozess. Symbolbild: pixabay/BunteAufnahmen
Von: Dresden News
Ein erschütternder Fall beschäftigt das Landgericht Dresden: Ein nicht vorbestrafter Mann sitzt in Untersuchungshaft, weil er seine Partnerin jahrelang betäubt haben soll.

Dresden. Über 16 Jahre soll ein Mann aus Großenhain seine Lebensgefährtin immer wieder betäubt und im Schlaf missbraucht haben, ohne dass die Frau etwas ahnte. Aufgeflogen ist der Fall nicht durch sie, sondern durch die Recherche eines Fernsehteams. Nun hat die Staatsanwaltschaft Dresden Anklage erhoben.

Was dem 47-Jährigen vorgeworfen wird

Angeklagt ist ein 47-jähriger Deutscher unter anderem wegen des Verdachts der Vergewaltigung in drei und der sexuellen Nötigung in vier Fällen. Nach Darstellung der Anklage soll er seine langjährige Lebensgefährtin, heute 49 Jahre alt, zwischen 2009 und Dezember 2025 sowohl in der gemeinsamen Wohnung als auch in einer Gartenlaube in Großenhain wiederholt mit Betäubungsmitteln und Alkohol ruhiggestellt haben. In diesem Zustand soll er sie in drei Fällen vergewaltigt und in vier weiteren Fällen sexuell missbraucht haben. Einen Teil der Taten soll er gefilmt und die Aufnahmen an Dritte weitergegeben haben.

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Eine TV-Recherche brachte den Fall ins Rollen

Ausgangspunkt der Ermittlungen war ein Hinweis der NDR-Redaktion „STRG_F". Die Staatsanwaltschaft Verden übergab das Verfahren Ende Januar an die Dresdner Ermittler. Ein Ermittlungsrichter erließ Mitte Februar Haftbefehl; der Beschuldigte wurde am 19. Februar festgenommen und sitzt seither in Untersuchungshaft. Er ist nicht vorbestraft und hat sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert.

Wie es nun weitergeht

Die Frau, die von den mutmaßlichen Taten nach Angaben der Staatsanwaltschaft nichts bemerkt hatte, trennte sich von ihrem Partner, als die Vorwürfe bekannt wurden. Ob es zum Prozess kommt, entscheidet nun das Landgericht Dresden. Es befindet über die Zulassung der Anklage und die Eröffnung des Hauptverfahrens; einen Termin für eine mögliche Hauptverhandlung gibt es noch nicht.

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