Dresden. Über 16 Jahre soll ein Mann aus Großenhain seine Lebensgefährtin immer wieder betäubt und im Schlaf missbraucht haben, ohne dass die Frau etwas ahnte. Aufgeflogen ist der Fall nicht durch sie, sondern durch die Recherche eines Fernsehteams. Nun hat die Staatsanwaltschaft Dresden Anklage erhoben.
Was dem 47-Jährigen vorgeworfen wird
Angeklagt ist ein 47-jähriger Deutscher unter anderem wegen des Verdachts der Vergewaltigung in drei und der sexuellen Nötigung in vier Fällen. Nach Darstellung der Anklage soll er seine langjährige Lebensgefährtin, heute 49 Jahre alt, zwischen 2009 und Dezember 2025 sowohl in der gemeinsamen Wohnung als auch in einer Gartenlaube in Großenhain wiederholt mit Betäubungsmitteln und Alkohol ruhiggestellt haben. In diesem Zustand soll er sie in drei Fällen vergewaltigt und in vier weiteren Fällen sexuell missbraucht haben. Einen Teil der Taten soll er gefilmt und die Aufnahmen an Dritte weitergegeben haben.