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Stadler liefert neue Straßenbahnen für Görlitz

Neue Straßenbahn
Fotomontage Stadler-Straßenbahn in Görlitz. Foto: Görlitzer Verkehrsbetriebe
Von: Uwe Tschirner
Nach der Insolvenz des ursprünglichen Herstellers musste die Vergabe neu aufgerollt werden – nun ist die Entscheidung gefallen: Die Verkehrsbetriebe in Görlitz und Zwickau erhalten ab 2028 insgesamt 14 moderne Niederflurstraßenbahnen von Stadler.

Görlitz. Die Gesellschafterversammlungen der Görlitzer Verkehrsbetriebe GmbH (GVB) und der Städtischen Verkehrsbetriebe Zwickau GmbH (SVZ) haben der Vergabe zur Lieferung neuer Straßenbahnen an Stadler zugestimmt. Auf Empfehlung der jeweiligen Aufsichtsräte wurden die Geschäftsführer beider Unternehmen ermächtigt, alle notwendigen Verträge abzuschließen. Der Vergabezuschlag und damit der Vertragsschluss erfolgten am Mittwoch.

Gegenstand der Beschaffung sind insgesamt vierzehn meterspurige Niederflur-Straßenbahnfahrzeuge mit einer Länge von 30 Metern und einer Breite von 2,30 Metern. Acht Fahrzeuge sind für Görlitz vorgesehen, sechs für Zwickau. 

Die Ausschreibung war notwendig geworden, nachdem der ursprüngliche Hersteller HeiterBlick GmbH insolvent gegangen war und das Projekt grundlegend neu gestartet werden musste. Nach einem Teilnahmewettbewerb vom 22. Oktober bis 24. November 2025 konnten die Bieter bis Ende Januar 2026 ihre Angebote einreichen. In der anschließenden Verhandlungsphase wurden Angebote bewertet und Gespräche geführt, bevor nun die Zuschlagserteilung erfolgte.

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Der Görlitzer Oberbürgermeister Octavian Ursu betonte, die Stadt setze auch künftig auf die Straßenbahn. Die neuen barrierefreien Fahrzeuge, die in ähnlicher Form bereits in Städten wie Basel, Den Haag, Darmstadt, Gera, Halle/Saale und Rostock unterwegs sind, sollen in absehbarer Zeit kommen. Parallel hätten technische Umbauten und Anpassungen an der Infrastruktur begonnen, zudem seien Modernisierungen wichtiger Verkehrsknotenpunkte vorgestellt worden.

GVB-Geschäftsführer André Wendler verwies auf Komfort, Sicherheit und den aktuellen technischen Stand der neuen Fahrzeuge. Insgesamt beteiligten sich vier qualifizierte Anbieter am finalen Angebotsprozess; Stadler erhielt im Ergebnis die beste Bewertung. Die Lieferung soll qualitäts- und termingerecht bis 2028 erfolgen.

Uwe Tschirner
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Uwe Tschirner

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