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Oberbürgermeister Ursu in Berlin: Gespräche zu Bahn, Grenzprojekten und jüdischer Bildung

Oberbürgermeister Ursu in Berlin: Gespräche zu Bahn, Grenzprojekten und jüdischer Bildung
Oberbürgermeister Octavian Ursu mit mit Carsten Ovens, Geschäftsführer von Elnet-Deutschland / Foto: Stadt Görlitz
Von: Uwe Tschirner
Bei Gesprächen in Berlin hat Oberbürgermeister Octavian Ursu wichtige Themen für Görlitz und die Europastadt Görlitz/Zgorzelec vorangebracht. Im Mittelpunkt standen die Elektrifizierung der Bahnstrecke, grenzüberschreitende Projekte und die Kampagne „Fragemauer“.

Elektrifizierung der Bahnstrecke Görlitz–Dresden im Fokus

Oberbürgermeister Octavian Ursu war am Dienstag zu mehreren Gesprächen in Berlin. Zum Auftakt sprach er mit Mitgliedern des interfraktionellen Parlamentskreises „Elektrifizierung der Eisenbahnstrecke Görlitz–Dresden“ des Deutschen Bundestages sowie mit Regina Kraushaar, Sächsische Staatsministerin für Infrastruktur und Landesentwicklung. Im Mittelpunkt stand die für die Europastadt Görlitz/Zgorzelec und die gesamte Region wichtige Elektrifizierung der Bahnstrecke Görlitz-Dresden.

Der Parlamentskreis wurde gegründet, um das Vorhaben parteiübergreifend auf Bundesebene voranzubringen und die politischen Voraussetzungen für die Umsetzung zu schaffen. Im Gespräch wurde die aktuelle Entscheidung des Freistaates Sachsen begrüßt, acht Millionen Euro aus dem Sondervermögen des Bundes bereitzustellen. Mit dem Geld sollen die Planungen für den Streckenabschnitt zwischen Demitz-Thumitz und Görlitz vorangetrieben werden.

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Grenzüberschreitende Projekte mit der polnischen Botschaft

Zum wiederholten Mal war Ursu außerdem in der Botschaft der Republik Polen in Berlin zu Gast. Mit Jakub Wawrzyniak, dem stellvertretenden Botschafter der Republik Polen in Berlin, tauschte er sich über aktuelle Projekte der Europastadt Görlitz/Zgorzelec aus. Dabei standen vor allem die grenzübergreifende Fernwärmeversorgung „United Heat“ und das Projekt „CrossWater“ zum grenzüberschreitenden Grundwassermanagement im Mittelpunkt.

Weitere Themen waren die Weiterentwicklung des grenzüberschreitenden öffentlichen Personennahverkehrs sowie das gemeinsame Vorgehen für eine weitere Brücke für den Autoverkehr über die Neiße. Nach Ansicht der Stadt sind solche Vorhaben entscheidend, um die Zusammenarbeit in der Doppelstadt langfristig zu stärken.

Dialog über jüdisches Leben und Antisemitismusprävention

Auch mit Carsten Ovens, Geschäftsführer von Elnet-Deutschland, führte der Oberbürgermeister Gespräche. Dabei ging es um die Kampagne „Fragemauer“, die im Rahmen des Themenjahres „Tacheles. Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026“ eine wichtige Rolle spielt. Die bundesweite Bildungs- und Dialogkampagne informiert niedrigschwellig und humorvoll über jüdisches Leben und Israel.

Mit alltagsnahen Fragen regt die Aktion Gespräche an, baut Vorurteile und Berührungsängste ab und setzt Wissen als Mittel gegen Antisemitismus ein. Unterstützt wird die Kampagne von zahlreichen Partnern aus Kultur, Sport, Wirtschaft und Gesellschaft und sie ist an vielen öffentlichen Orten in Sachsen sichtbar.

Ursu wirbt in Berlin um Unterstützung

„Alle Gespräche in Berlin heute waren sehr offen und konstruktiv. Es ist mir wichtig, die Bedeutung der Verkehrsanbindung der Europastadt und unsere gemeinsamen Projekte auf allen Ebenen bekannt zu machen und um Unterstützung für den Ausbau der Verkehrsadern sowie die Weiterentwicklung unserer Projekte zu werben“, sagte Oberbürgermeister Octavian Ursu.

Uwe Tschirner
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Uwe Tschirner

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