Am Donnerstagvormittag ist es auf der Zugstrecke Cottbus-Görlitz zu einem Polizeieinsatz wegen einer Bedrohungslage gekommen. Nach Angaben der Bundespolizei wurde gegen 10:40 Uhr gemeldet, dass in der ODEG-Regionalbahn 65 ein Mann ohne Fahrschein angetroffen worden war und die Zugbegleiterin mit einem Messer bedroht haben soll. Der Vorfall ereignete sich an Christi Himmelfahrt und sorgte für einen schnellen Einsatz von Bundes- und Landespolizei. Streifen beider Behörden fuhren umgehend nach Schleife, wo der Zug seine Weiterfahrt stoppte. Die zuerst eingetroffenen Beamten der Landespolizei sicherten die Lage sowie eine Person vor Ort.
Nach der Einschätzung der Einsatzkräfte bestand zu diesem Zeitpunkt keine akute Bedrohungslage mehr. Anschließend übernahmen die zuständigen Bundespolizeibeamten die weiteren Maßnahmen. Im Rahmen der Ermittlungen wurden die Zugbegleiterin und mehrere Mitreisende befragt. Demnach war ein 22-jähriger polnischer Staatsangehöriger in Schleife in den Zug gestiegen. Er habe später erklärt, nach Hagenwerder und weiter nach Polen reisen zu wollen. Auf die Fahrausweis-Kontrolle durch die Zugbegleiterin soll der Mann laut Aussagen der Frau wortlos ein Küchenmesser gezogen und es sitzend vor sich gehalten haben. Die Zugbegleiterin habe die Situation als gefährlich eingeschätzt, sich sofort entfernt und den Notruf verständigt. Ein Messer wurde zunächst nicht mehr direkt bei dem Mann festgestellt. Im Zuge der Zuordnung mehrerer Gepäckstücke entdeckten die Einsatzkräfte später im Koffer des 22-Jährigen jedoch ein Messer, das nach Angaben der Zugbegleiterin der beschriebenen Waffe entsprach. Der Mann wurde vorläufig festgenommen und zur Dienststelle gebracht.