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Wie sicher ist mein Schulweg? Bürgerbeteiligung zum Wegecheck 2026 startet in Zittau

Wie sicher ist mein Schulweg? Bürgerbeteiligung zum Wegecheck 2026 startet in Zittau
Foto: Kai Grebasch
Von: Uwe Tschirner
In Zittau sind Schulkinder beim Wegecheck 2026 den Schulweg abgelaufen und haben Gefahrenstellen sowie Verbesserungsmöglichkeiten dokumentiert. Am 18. Mai folgt eine öffentliche Begehung mit Bürgerbeteiligung.

Wie sicher ist mein Schulweg? Diese Frage stand in Zittau heute ganz praktisch im Mittelpunkt. Beim Wegecheck 2026 waren die jüngsten Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer gefragt: Die 4. Klasse der Wilhelm-Busch-Grundschule ist von ihrem Schulgebäude in die Innenstadt gelaufen und hat dabei genau beobachtet, wie sicher und gut nutzbar der Weg ist. Mit Warnwesten, bunten Klemmbrettern und viel Aufmerksamkeit notierten die Kinder, wo es aus ihrer Sicht Verbesserungsbedarf gibt, und wo der Weg bereits gut funktioniert.

Auch eine lila Kreideaufschrift machte unterwegs deutlich, dass der Rundgang nicht nur Symbolcharakter hatte, sondern konkrete Hinweise für die weitere Planung sammelt. Dabei ging es nicht nur um den Schulweg im engeren Sinne, sondern um viele Fragen des täglichen Fußverkehrs: Könnte hier ein Zebrastreifen die Querung erleichtern? Warum ist der Gehweg an einer Stelle so schmal? Weshalb ist die Ampelphase für Fußgängerinnen und Fußgänger so kurz? Solche Beobachtungen wurden während der Begehung genau aufgezeichnet und zusätzlich mit Fotos dokumentiert. Alle Hinweise fließen nun in die Gesamtauswertung des Wegechecks ein und sollen helfen, die Bedingungen für den Fußverkehr im Stadtgebiet nachhaltig zu verbessern.

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Die Stadt Zittau beteiligt sich am Projekt „wegecheck Sachsen 2026“ mit dem Ziel, die Wege für Fußgängerinnen und Fußgänger sicherer, barriereärmer und angenehmer zu gestalten. Nach der erfolgreichen Auftaktveranstaltung, bei der die Route festgelegt wurde, war der heutige Rundgang mit den Schulkindern der erste Teil der Bürgerbeteiligungsphase. Der direkte Blick aus Kinderperspektive spielt dabei eine wichtige Rolle, weil gerade jüngere Menschen Wege oft anders wahrnehmen als Erwachsene. Sie achten auf Stellen, an denen das Überqueren schwierig ist, auf unübersichtliche Situationen, zu kurze Grünphasen oder fehlende Breite auf dem Gehweg. Gerade solche Beobachtungen liefern wertvolle Hinweise für die Stadtentwicklung und das Mobilitätsmanagement.

Der Wegecheck ist dabei kein einmaliges Symbolprojekt, sondern Teil eines größeren Beteiligungsprozesses. Ziel ist es, konkrete Stellen im Stadtgebiet zu identifizieren, an denen mit vergleichsweise einfachen Maßnahmen die Sicherheit und Qualität des Fußverkehrs verbessert werden kann. Das betrifft neben der Verkehrssicherheit auch die Barrierefreiheit und die Aufenthaltsqualität. Denn ein gut nutzbarer Fußweg ist nicht nur für Kinder wichtig, sondern auch für ältere Menschen, Familien mit Kinderwagen oder Personen mit eingeschränkter Mobilität.

Wer sich selbst ein Bild machen möchte, hat dazu am Montag, 18. Mai 2026, um 17:00 Uhr Gelegenheit. Dann lädt die Stadt Zittau Bürgerinnen und Bürger zur öffentlichen Vor-Ort-Begehung ein. Treffpunkt ist der Klosterplatz. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Stadtverwaltung, Fachplanern sowie weiteren Bürgerinnen und Bürgern werden ausgewählte Bereiche der Innenstadt, der Klienebergerplatz entlang des Theaterrings bis zum Weberfriedhof begangen. Im Mittelpunkt stehen erneut die Themen Verkehrssicherheit, Barrierefreiheit und Aufenthaltsqualität. Alle Anregungen aus dem Rundgang werden aufgenommen und in die weitere Planung einbezogen.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger, die an der Begehung teilnehmen möchten, werden gebeten, sich vorab anzumelden. Ansprechpartnerin ist die Zittauer Stadtentwicklungsgesellschaft mbH, Anne Wurm, Stadtentwicklung/Mobilitätsmanagement, telefonisch unter +49 (0)3583 7788-23 oder per E-Mail an a.wurm@stadtentwicklung-zittau.de. Der Wegecheck Sachsen ist ein Projekt des wegebunds in Zusammenarbeit mit der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung sowie den beteiligten Kommunen. Mit der Begehung durch die Schulkinder und der anstehenden öffentlichen Beteiligung setzt Zittau ein Zeichen dafür, dass sichere und gut gestaltete Wege am besten gemeinsam entwickelt werden.

Uwe Tschirner
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Uwe Tschirner

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