Kreisstraße zwischen Hähnichen und Neusorge wieder frei
Wichtige Verbindung im Landkreis Görlitz wieder nutzbar
Die Kreisstraße K 8415 zwischen Hähnichen und Neusorge ist wieder für den Verkehr freigegeben. Nach rund viereinhalb Monaten Bauzeit wurde die Verbindung zwischen der Staatsstraße S 127 und der Bundesstraße B 115 umfassend erneuert. Damit steht den Verkehrsteilnehmern die Strecke deutlich früher als geplant wieder zur Verfügung.
Fahrbahn verbreitert und für schwere Fahrzeuge ertüchtigt
Auf einer Länge von 4,8 Kilometern wurde die Straße an heutige Anforderungen angepasst. Die Fahrbahn ist nun sechs Meter breit, Kurvenbereiche wurden aufgeweitet und der Straßenaufbau verstärkt. Besonders für den landwirtschaftlichen Verkehr und für Schwerlastfahrzeuge bedeutet das eine spürbare Verbesserung.
In der Ortslage Neusorge wurde außerdem der straßenbegleitende Gehweg erneuert. Zugleich passte man die Neigungsverhältnisse der Fahrbahn an, um die Entwässerung zu verbessern und die Straße langfristig zu sichern.
2,55 Millionen Euro in die Modernisierung investiert
Für die Maßnahme wurden insgesamt 2,55 Millionen Euro aufgewendet. 1,58 Millionen Euro stammen aus Zuweisungen für den kommunalen Straßenbau nach § 20b SächsFAG. Den Eigenanteil in Höhe von 970.000 Euro trägt der Landkreis Görlitz. Für die beteiligten Gemeinden entstehen keine Kosten.
Anspruchsvolle Arbeiten unter besonderen Bedingungen
Die Bauarbeiten waren wegen der örtlichen Gegebenheiten besonders anspruchsvoll. Im Baufeld verläuft unter anderem eine Neißewasserüberleitung mit einem Durchmesser von 1,50 Metern. Zudem liegt ein großer Teil der Strecke in den Naturschutzgebieten „Niederspreer Teichgebiet“ und „Kleine Heide Hähnichen“.
Durch die enge Abstimmung mit dem Naturschutz konnte der Baubeginn bereits am 21. Mai erfolgen. Die nötigen Ausgleichsmaßnahmen, darunter die Renaturierung des Hammerlachgrabens bei Dunkelhäuser und Aufforstungen bei Klein Krauscha, waren vorab umgesetzt worden.
Freigabe deutlich vor dem Vertragstermin
Die K 8415 wurde am 2. Oktober 2026 und damit rund acht Wochen früher als vertraglich vorgesehen wieder freigegeben. Laut Bauvertrag wäre die Fertigstellung erst am 27. November 2026 fällig gewesen.
Landrat Dr. Stephan Meyer bewertete den Ausbau als nachhaltige Verbesserung für die Region und als Entlastung für die Bürgerinnen und Bürger. Die Planung übernahm die IstL GmbH Niesky, die Bauausführung die Straßen- und Tiefbau GmbH See.