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Gemeinsam den Bildungsübergang inklusiv gestalten

Gemeinsam den Bildungsübergang inklusiv gestalten
Foto: Landratsamt Görlitz/Sarah Kelschebach
Im Landkreis Görlitz haben Fachkräfte aus Kita, Schule, Hort und Verwaltung gemeinsam über bessere Übergänge beraten. Ziel ist es, Kinder und Familien beim Wechsel in den nächsten Bildungsabschnitt verlässlich zu begleiten.

Fachkräfte entwickeln den Übergang von Kita zu Schule weiter

Der Wechsel von der Kita in die Schule ist für viele Kinder ein großer Schritt. Besonders Kinder mit besonderem Unterstützungsbedarf brauchen dabei gut abgestimmte Hilfen, damit der Übergang in den neuen Alltag gelingt. Genau darum ging es beim Fachtag „Weil zusammen mehr geht – Kita, Hort und Schule inklusiv im Übergang“ im KiEZ „Am Braunsteich“ in Weißwasser/O.L.

Mehr als 50 Fachkräfte aus Kindergärten, Horten, Grund- und Förderschulen, kommunaler Verwaltung, freien Trägern sowie unterstützenden Diensten und Institutionen kamen am 1. Oktober zusammen. Der Landkreis Görlitz setzte mit der Veranstaltung bewusst auf Austausch, Vernetzung und gemeinsame Entwicklung.

Gemeinsame Verantwortung für Kinder und Familien

Im Mittelpunkt stand die Frage, wie bestehende Unterstützungsangebote besser miteinander verbunden werden können. Dabei ging es nicht nur um Zuständigkeiten, sondern auch um konkrete Erfahrungen aus der Praxis. Die Teilnehmenden diskutierten, welche Hürden es beim Übergang von der Kita in Schule und Hort vor Ort gibt und wie Familien verlässlich begleitet werden können.

Martina Weber, 2. Beigeordnete und Sozialdezernentin des Landkreises Görlitz, machte in ihrem Grußwort deutlich, wie wichtig transparente Strukturen sind: Gerade im Bereich Inklusion seien Angebote und Ansprechpartner nicht immer leicht zu überblicken. Der Fachtag solle dazu beitragen, diese Übersicht zu verbessern.

Impulse, Austausch und konkrete Praxisfragen

Fachliche Beiträge zu Datenschutz, zur Perspektive von Eltern von Kindern mit besonderem Förderbedarf sowie zu den Grundlagen des Sächsischen Bildungs- und Erziehungsplans gaben wichtige Impulse. In Arbeitsphasen übertrugen die Teilnehmenden diese Inhalte auf ihre eigene Praxis und entwickelten erste Ansätze für gemeinsame Lösungen.

Der „Markt der Möglichkeiten“ zeigte, dass bereits viele Unterstützungsangebote und fachliche Kompetenzen vorhanden sind. Gleichzeitig wurde deutlich, dass diese stärker vernetzt und für Fachkräfte wie Familien besser zugänglich gemacht werden müssen.

Arbeitsprozess mit Blick auf nachhaltige Lösungen

Der Fachtag war als Auftakt gedacht und nicht als einmalige Veranstaltung. Die gesammelten Herausforderungen und Ideen werden nun in thematischen Arbeitskreisen weiterbearbeitet. Ziel sind praxisnahe Maßnahmen, klarere Zuständigkeiten und eine bessere Zusammenarbeit der beteiligten Akteurinnen und Akteure.

Organisiert wurde die Veranstaltung von der Abteilung für Strukturentwicklung, Wirtschaftsförderung und Internationale Beziehungen sowie dem Jugendamt des Landkreises Görlitz in Zusammenarbeit mit den Kooperationsverbünden zur Sicherung und Ausgestaltung der sonderpädagogischen Förderung und des inklusiven Unterrichts. Gefördert wurde das Vorhaben im Rahmen von „Bildungskommunen“.