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Ein Jahrhundert Kindermedizin in Zittau: Klinik öffnet Türen für Familien, Ehemalige und Neugierige

Ein Jahrhundert Kindermedizin in Zittau: Klinik öffnet Türen für Familien, Ehemalige und Neugierige
Medizin zum Anfassen: In der Teddyklinik konnten die kleinen Besucher spielerisch erleben, was bei einer medizinischen Untersuchung passiert. Foto: KOB / Hausmann
Mit einem Tag der offenen Tür hat die Kinder- und Jugendmedizin in Zittau ihr 100-jähriges Bestehen gefeiert. Teddyklinik, Rettungswagen und eine Feierstunde brachten Kinder, Gäste und Wegbegleiter zusammen.

Ein Tag für kleine Entdecker und große Erinnerungen

Mit einem abwechslungsreichen Tag der offenen Tür hat die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin in Zittau jetzt ihr 100-jähriges Bestehen gefeiert. Zwischen 9:00 und 15:30 Uhr nutzten Kinder, Eltern, ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie weitere Interessierte die Gelegenheit, die Einrichtung einmal aus einer anderen Perspektive kennenzulernen.

Besonders am Vormittag herrschte reges Treiben. Mehrere Kindergärten aus der Region waren zu Gast und probierten die Mitmachangebote aus. Für viele Kinder war es der erste Besuch in einer Klinik, der nicht mit Sorge, sondern mit Neugier verbunden war.

Teddyklinik und Rettungswagen zum Anfassen

Zu den beliebtesten Stationen gehörte die Teddyklinik. Dort konnten die kleinen Besucher gemeinsam mit dem Team spielerisch erleben, wie eine medizinische Untersuchung abläuft. Der Teddybär wurde dabei selbst zum Patienten, bekam Verbände, wurde abgehört und durfte sich anschließend wieder erholen.

Auch ein Rettungswagen stand bereit und konnte aus nächster Nähe erkundet werden. Kinder schauten in den Innenraum, entdeckten medizinische Geräte und erfuhren, wofür die Ausstattung im Ernstfall gebraucht wird. Ergänzt wurde das Programm durch Kinderschminken und Bastelangebote, die für zusätzliche Abwechslung sorgten.

Petra Lange, Leiterin der Kindertagesstätte „Bummi“, zeigte sich begeistert vom Besuch. „Die funkelnden Augen und die rundum begeisterten Kinder zeigten: Dieser Tag wird uns noch lange in Erinnerung bleiben!“, sagte sie. Gleichzeitig dankte sie dem gesamten Team für die liebevolle Vorbereitung und die vielen spannenden Einblicke.

Historische Erinnerungsstücke aus einem Jahrhundert Klinikgeschichte

Neben dem Blick auf die heutige Arbeit der Kinder- und Jugendmedizin spielte auch die Geschichte der Klinik eine große Rolle. Ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hatten historische Bücher, Bilder und medizinische Arbeitsmittel zusammengetragen, die an die Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte erinnerten.

Eine Präsentation mit alten digitalisierten Dias und neueren Fotografien nahm die Besucher mit auf eine Zeitreise durch 100 Jahre medizinische Versorgung in Zittau. So wurde sichtbar, wie sich Abläufe, Technik und Arbeitsbedingungen im Laufe der Zeit verändert haben – und wie viele Menschen diese Entwicklung mitgestaltet haben.

Feierstunde würdigt die Arbeit der vergangenen Jahrzehnte

Am Nachmittag begann um 13:00 Uhr die offizielle Feierstunde. Bei kleinen Snacks und Getränken kamen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ehemalige Wegbegleiter und geladene Gäste zusammen, um das Jubiläum in würdigem Rahmen zu begehen.

Zu den Gratulanten gehörten Landrat Dr. Stephan Meyer und Zittaus Oberbürgermeister Thomas Zenker. Auch MGLG-Geschäftsführer Steffen Thiele sowie der ehemalige Chefarzt Dr. Tilman Verbeek überbrachten ihre Glückwünsche. In ihren Ansprachen erinnerten sie an die Entwicklung der Kinder- und Jugendmedizin in Zittau und würdigten den Einsatz zahlreicher Beschäftigter über viele Jahrzehnte hinweg.

Im Mittelpunkt der Anerkennung standen Chefärztin MUDr. Heike Reck und ihr Team, die die Klinik heute prägen und den Blick zugleich nach vorn richten. Das Jubiläum machte deutlich, dass die Kinder- und Jugendmedizin in Zittau nicht nur auf eine lange Geschichte zurückblickt, sondern auch weiterhin fest in der Region verankert ist.