Ein Bericht von Andrzej Sosiński
Der Weg zu diesem Vertrag war lang. Wichtige Stationen waren unter anderem der Brief der polnischen Bischöfe an die deutschen Bischöfe von 1965, die Ostpolitik von Willy Brandt, die Solidarność-Bewegung sowie die politischen Veränderungen von 1989. Als symbolischer Meilenstein gilt die Versöhnungsmesse am 12. November 1989 in Krzyżowa. Sie ebnete den Weg für den deutsch-polnischen Grenzvertrag von 1990 und schließlich für den Nachbarschaftsvertrag vom 17. Juni 1991.
Heute zeigt sich die Wirkung dieses Vertrages besonders deutlich in den Grenzregionen. Łęknica und Bad Muskau sind durch den Muskauer Park, den Geopark Muskauer Faltenbogen und den grenzüberschreitenden Tourismus eng miteinander verbunden.
Wie diese Zusammenarbeit konkret aussieht, wurde bei einem Treffen der Stadträte beider Städte am 9. Juni 2026 im Kultur- und Bildungszentrum des Muskauer Faltenbogens in Łęknica deutlich. Auf Einladung des Stadtratsvorsitzenden Henryk Klapa diskutierten die Kommunalpolitiker über Tourismus, Infrastruktur und gemeinsame Zukunftsprojekte. Die Treffen finden regelmäßig im Wechsel auf deutscher und polnischer Seite statt.
