Angesichts der milden Temperaturen mahnt die Barmer Krankenkasse in Sachsen zur Vorsicht vor der Ansteckung mit Borreliose und FSME durch Zeckenbisse. «Wer die ersten milden Tage für Ausflüge in die Natur oder die Arbeit im Garten nutzen möchte, sollte sich, die Kinder und auch Haustiere anschließend auf Zecken untersuchen und gegebenenfalls diese mit einer Pinzette entfernen», sagte Landesgeschäftsführerin Monika Welfens laut einer Mitteilung. So lasse sich das Infektionsrisiko mit FSME oder Borreliose verringern.
Was tun nach einem Zeckenstich?
Grund zur Panik besteht laut Barmer jedoch bei einem Zeckenstich nicht. Er führe nicht automatisch zur Infektion, sagte Welfens. «Wichtig ist, die Einstichstelle in den nächsten Tagen und Wochen gut zu beobachten. Bildet sich eine ringförmige Hautrötung, sollten Betroffene die Hausärztin oder den Hausarzt aufsuchen.» Dies könne ein Anzeichen für eine Borreliose sein.
Während Borreliose mit Antibiotikum behandelt wird, gibt es gegen FSME Impfungen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt diese für Menschen in den Risikogebieten, die mit Zecken in Kontakt kommen könnten.
2024 hatte sich die Zahl der FSME-Ansteckungen in Sachsen auf 63 erhöht - ein Anstieg von fast 30 Fällen im Vergleich zum Vorjahr. Die Borreliose-Erkrankungen waren mit 1.630 Fällen auf einem ähnlichen Niveau wie 2023 geblieben.
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