Mit dem Oktober beginnt die Grippesaison in Sachsen. Nach über 30.000 gemeldeten Influenza-Erkrankungen in der Vorsaison befürchten Experten nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Dresden vom Freitag erneut eine weitere starke und früher einsetzende Influenza-Welle. Die besonders frühe und schwere Grippe-Welle auf der Südhalbkugel etwa in Australien «könnte ein Ausblick auf das sein, was Europa in diesem Winter erwartet». Seit Anfang August stiegen die Meldezahlen für Influenza, Covid-19 sowie RS-Viren an, «liegen aber noch in einem für die Jahreszeit nicht ungewöhnlichen Bereich».
Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) warb angesichts dessen für die Schutzimpfung, die «wirksam und gut verträglich» sei. «Eine Grippe ist keine harmlose Erkältung», sagte sie. Leider sei die Quote in den letzten Jahren immer weiter gesunken und habe 2022/2023 einen neuen Tiefststand erreicht. Die Durchimmunisierungsrate mit weniger als 25 Prozent und die Zahl verabreichter Impfdosen von unter einer Million seien auf den niedrigsten Wert der letzten zehn Jahre gefallen.