Der Beirat Gesundheit des BVMW sieht die geplante Kürzung des Budgets vom Bundesministerium für Gesundheit für das Jahr 2024 kritisch und warnt vor einer strukturellen Unterfinanzierung des Gesundheits- und Pflegesektors. Trotz eines massiven Modernisierungsbedarfs und anhaltender Teuerung im Gesundheitssektor soll der Etat 2024 auf den niedrigsten Wert seit 2012 fallen.
Der demografische Wandel belastet nicht nur das Rentensystem, sondern geht auch am Gesundheits- und Pflegesektor nicht spurlos vorbei. So hat sich die Zahl der Pflegebedürftigen seit 1997 auf fünf Millionen verdreifacht. Bis 2055 wird sogar ein Anstieg der Pflegebedürftigen auf 6,8 Millionen erwartet. Die Leistungen, die vom Pflegesektor erbracht werden müssen, werden daher auch in Zukunft steigen. Gleichzeitig wurden im Haushalt 2024 die Zuschüsse für den Pflegefonds in Höhe von einer Milliarde gestrichen. Mit dieser finanziellen Ausstattung kann weder der Pflege- noch der Gesundheitssektor die zukünftigen Herausforderungen und Belastungen stemmen.