Sachsen setzt bei der Betreuung Pflegebedürftiger künftig verstärkt auf ausländisches Personal. Denn in den kommenden zehn Jahren benötigt der Freistaat angesichts der demografischen Entwicklung zusätzlich 5.000 Fachkräfte in diesem Bereich. Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) flog deshalb vor einem Jahr nach Brasilien, nun gab es in Pulsnitz ein Wiedersehen.
«Es nützt ja nichts, wenn ich nur dasitze und sage, wir haben kein Pflegepersonal und wir können bestimmte Leistungen nicht mehr erbringen. Ich habe Pflegeeinrichtungen, da ist eine ganze Etage geschlossen, weil niemand da ist, der die Menschen pflegt», beschrieb Köpping das Problem. Deshalb laute der Ansatz «selber machen». Das Warten auf irgendjemanden, der das Problem löst, sei jedenfalls nicht die Lösung.