Lautstarker Protest vor dem Rathaus: Eine große Menschenmenge hat in Dresden gegen Kürzungen im Sozial- und Kulturbereich protestiert. Der Platz vor dem Rathaus war dicht gefüllt. Der Veranstalter sprach von 2.500 Menschen, die Polizei von über 2.000. Die Teilnehmer waren in mehreren Demonstrationszügen durch die Stadt gelaufen und dann am Rathaus zusammengetroffen. Dort tagte am Nachmittag das Dresdner Stadtparlament.
Man sei zusammengekommen, weil ein soziales Zusammenleben in Dresden sehr wichtig ist, sagte die Sozialarbeiterin Ulla Klinger aus dem Stadtteil Dresden-Gorbitz, der als sozialer Brennpunkt gilt. Ihre Kontakt- und Beratungsstelle «Gerda» betreut alte Menschen, die an einer psychischen Erkrankung leiden. «Ab 1. Januar müssen wir unsere Türen zumachen, wenn nicht noch ein Wunder geschieht.»