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Nackt im Irrgarten: Aktion in Kohren-Sahlis lockt FKK-Fans

Hosen und andere Kleidungsstücke hängen in der Umkleide am Eingang des Irrgartens der Sinne. / Foto: Jan Woitas/dpa
Hosen und andere Kleidungsstücke hängen in der Umkleide am Eingang des Irrgartens der Sinne. / Foto: Jan Woitas/dpa

Bibbern beim FKK: Dutzende Fans der Freikörperkultur haben sich am Sonntag nicht von kühlen Temperaturen abschrecken lassen und den Irrgarten der Sinne in Kohren-Sahlis (Landkreis Leipzig) bevölkert. «Weil es kalt ist, darf man die Jacke anlassen», sagte Veranstalter Jörg Günther. Aufwärmen konnten sich die Nudisten auch bei Glühwein, Kaffee, Tee oder Kartoffelsuppe. Bis zum frühen Nachmittag seien mehr als 50 Besucher gekommen, auch aus der Schweiz, Bayern, Hessen und Berlin, sagte Günther. Allerdings fehle es der FKK-Bewegung an Nachwuchs, die meisten Besucher seien «ältere Semester».

Die Freikörperkultur reicht bis um die Wende zum 20. Jahrhunderts zurück. Vor allem in der DDR hatte sie später viele Anhänger. Verbreitet ist sie bis heute besonders beim Baden etwa an der Ostsee oder an Seen im Inland. Im Harz etwa gibt es auch einen Naturistenstieg, wo Wanderer nackt durch die Natur streifen können.

Nach Angaben des Verbandes für Freikörperkultur gibt es in Deutschland mehr als 130 FKK-Vereine. «Diese unterhalten schöne Gelände und bieten ihren Mitgliedern und Gästen Sport, Spiel, Erholung und Naturerlebnis», heißt es auf der Internetseite. Den Nudisten geht es den Angaben nach um Harmonie mit der Natur.

«Es tut gut, sich nackt in der Natur zu bewegen», sagt auch Irrgarten-Betreiber Günther. Der FKK-Tag sei hier schon zum siebten Mal veranstaltet worden - und auch nächstes Jahr solle es eine Fortsetzung geben. Mit den hohen Hecken seien die Nackten in dem 3,5 Kilometer langen Labyrinth auch ungestört vor Blicken von außen.

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