Vielmals «Oui»: Maria Teresita Prinzessin von Sachsen Herzogin zu Sachsen hat am Samstag in Dresden Comte (Graf) Beryl Alexandre de Saporta aus einem französischen Adelsgeschlecht geheiratet. Es war die erste Hochzeit einer Prinzessin des ehemals regierenden sächsischen Fürsten- und Königshauses seit knapp 140 Jahren in der einstigen Residenz. Das junge Paar, das in Brüssel (Belgien) lebt, wurde in einem mehrsprachigen Gottesdienst in der Kathedrale von einem Priester aus Paris, ein Verwandter aus dem Hause Habsburg, vermählt. Vor rund 450 Gästen, darunter Besucher aus den Häusern Habsburg und Bayern, sagte die beiden 24-Jährigen mehrmals «Oui» zueinander, ehe sie die Ringe tauschten.
«Ohne das Haus Wettin gäbe es sicher diese schöne Kirche nicht», sagte Altbischof Joachim Reinelt. «Deshalb passt es, hier zu heiraten.» Die Messe war international und wurde auch auf Französisch, Englisch, Spanisch und Latein gelesen. Die Dresdner Kapellknaben erfüllten das voll besetzte Kirchenschiff mit Musik, das «Ave Maria» nach der Trauung sang Sopranistin Laura Kirchgässner. Zahlreiche Schaulustige empfingen den Brautvater und seine Jüngste freudig, als sie in einem Rolls Royce-Oldtimer vorfuhren - und die Frischvermählten beim Verlassen des Gotteshauses.