Regine-Hildebrandt-Preis würdigt Einsatz gegen rechts
Die SPD wird zwei Initiativen und eine Stadträtin aus Sachsen, Schleswig-Holstein und Brandenburg mit dem Regine-Hildebrandt-Preis auszeichnen. Claudia Ficker und das Aktionsbündnis Hüttener Berge werden im Sinne der früheren Brandenburger Sozialministerin Hildebrandt für ihren «Kampf gegen rechts» geehrt, wie die SPD mitteilte. Das Theater Miteinanders aus Potsdam gewann in der Kategorie Engagement für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) wird am Tag der Verleihung, dem Todestag Hildebrandts, die Festaktrede halten. Ficker, eine Stadträtin aus dem sächsischen Aue-Bad Schlema, stimmte als einziges Stadtratsmitglied nicht für einen Antrag der rechtsextremen Freien Sachsen, in dem es um die «Bewältigung der Migrationssituation» ging. Das Aktionsbündnis Hüttener Berge (Schleswig-Holstein) setzt nach eigenen Angaben auf gesellschaftliche, soziale und kulturelle Vielfalt. Das überparteiliche Bündnis hat es sich zudem zur Aufgabe gemacht, «über die Gefahren, die durch rechtsextremes, rassistisches und neofaschistisches Gedankengut entstehen, zu informieren». Das inklusive Theater Miteinanders aus Potsdam zeigt Stücke, die sowohl für Kinder als auch Erwachsene geeignet sind. Die Aufführungen finden in leichter Sprache statt. Das Theater legt nach eigenen Angaben großen Wert darauf, verschiedene Menschen, egal ob jung oder alt, mit oder ohne Behinderung, zusammenzubringen. Regine Hildebrandt war Arbeits- und Sozialministerin in der letzten DDR-Regierung und später in der Landesregierung in Brandenburg. Sie wurde wegen ihres sozialen Engagements und ihrer offenen Art «Mutter Courage des Ostens» genannt. Hildebrandt starb vor 25 Jahren am 26. November 2001. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenKampf gegen rechts im Fokus
Hildebrandt galt als «Mutter Courage des Ostens»