Die Verzögerungen bei der Ausstellung von Reisepässen könnten den Aussagen einiger sächsischer Großstädte zufolge noch eine Weile anhalten. «Das liegt zum einen am Wegfall des Kinderreisepasses, zum anderen an der Nachholung von Fernreisen außerhalb der EU, die in den letzten zwei Jahren aufgrund der Corona-Pandemie nicht möglich waren», teilte die Stadt Dresden auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Wann sich die Lage wieder entspannen werde, lasse sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht absehen.
Hoffnung in Sicht
«Seit den ersten Wochen des Jahres 2024 stiegen die Antragszahlen für Reisepässe außergewöhnlich deutlich an», hieß es aus dem Bundesinnenministerium (BMI). Innerhalb von nur vier Wochen wurden erstmals in der Geschichte der Bundesdruckerei mehr als 600.000 Reisepässe bestellt. «Die Bestellzahlen sind auf sehr hohem Niveau leicht rückgängig.» Dennoch würden weiterhin mehr Pässe beantragt, als die Bundesdruckerei fertigen könne. Im Winter werden zusätzliche Maschinen erwartet, die schließlich zu einer nachhaltigen Entspannung der Produktionszeiten führen sollen.
Nach Angaben des BMI können Bürgerinnen und Bürger ihren Reisepass weiterhin mit einer Express-Bestellung nach drei Tagen in der Behörde abholen. Zudem könne auch ein vorläufiger Reisepass ausgestellt werden. Nach der Rückkehr werde der vorläufige Pass zurückgegeben, sobald der reguläre Reisepass vorliege.
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