Der ostdeutsche Modellbahnhersteller Piko rechnet nach einem verhaltenen Jahr 2023 mit einer steigenden Nachfrage nach Loks und Wagen im Miniaturformat. Nach zwei Prozent Umsatzwachstum würden im 75. Jahr des Bestehens von Piko fünf Prozent angepeilt, sagte der geschäftsführende Gesellschafter des Traditionsunternehmens, René Wilfer, am Donnererstag im thüringischen Sonneberg. «Wir gehen davon aus, dass wir etwas mehr zulegen können, die Kaufzurückhaltung vor allem in Deutschland kleiner wird.» 2023 hatte vor allem der Export mit einem Plus von 9,3 Prozent das Geschäft angekurbelt - wichtigster Markt war Polen.
Modelleisenbahnfans in Deutschland steckten nach seinen Angaben im vergangenen Jahr angesichts gestiegener Lebenshaltungskosten weniger Geld in ihr Hobby. Deshalb habe sich der Umsatz etwas schwächer entwickelt als erhofft. Er habe aber gut ein Drittel über dem des Vor-Corona-Jahres 2019 gelegen. Und weil sich der Spielwarenmarkt einschließlich Modellbahnen 2023 eher rückläufig entwickelten, habe Piko Marktanteile gewinnen können.