Mit Linedance und Country-Musik beginnen am Freitagabend die diesjährigen Karl-May-Festtage in Radebeul. Bis zum Sonntag wird der Lößnitzgrund dafür temporär zum Wilden Westen. Mit der 31. Ausgabe des traditionellen Spektakels sollen Mays Vision einer zeitlosen und ortsunabhängigen Menschlichkeit und seine Faszination für fremde Kulturen spürbar werden, bei Begegnungen und Abenteuern auf dem Friedenspfad. Erwartet werden nach Rathausangaben wieder etwa 30.000 Besucher.
Zwei Tage lang kann die ganze May-Welt erkundet werden vom Orient über den Wilden Westen bis zur Goldwäsche. Das Programm reicht von Country-Musik und Tänzen der Navajo über eine Kostprobe des neuen Abenteuerstücks «Shatterhand» der Landesbühnen Sachsen vor der Uraufführung bis zu Gesprächen am Lagerfeuer und der Sternreiterparade durch die Stadt.
Es gibt zudem ein Wiedersehen mit Apachen-Häuptling Winnetou und Old Shatterhand sowie Kara Ben Nemsi aus dem Orient vor, die der Fantasie des Autors entsprangen. Vertreter des White Mountain Apache Tribe aus Arizona gewähren indes authentische Einblicke in ihre Kultur und Tradition. Und in Little Tombstone stellen die Western-Vereine das Leben der Siedler im 19. Jahrhundert nach - in authentischer Kleidung, Banküberfällen und Schießereien.