Die renommierte Preisverleihung des startsocial e.V. in Berlin stand in diesem Jahr ganz im Zeichen des sächsischen Engagements. Dass der Wettbewerb gleich zwei Initiativen aus dem Freistaat mit den begehrten Bundespreisen auszeichnete, unterstreicht die enorme Kraft und Qualität des Ehrenamts in Sachsen.
Ein Dorfverein wird zum Vorbild
Es ist eine Geschichte, die zeigt, dass die wertvollste Arbeit oft fernab der großen Städte geleistet wird. Bundeskanzler Friedrich Merz beschreibt den SV Triebel auf den Punkt: „Ein kleiner Dorfverein aus dem Vogtland – nur Ehrenamt, keine großen Strukturen, aber ganz viel Herz“. Ein Blick auf die Zahlen verdeutlicht, wie laut das Herz in Triebel für das Ehrenamt schlägt. Der Ort im Vogtland zählt zwar gerade einmal 600 Einwohner, doch davon gehören stolze 272 zu den aktiven Mitgliedern des Vereins. Ganze Familien sind hier über Generationen hinweg tief im Verein verwurzelt, von den Kleinsten im Kindersport bis hin zu den Senioren.
Der Schlüssel zum Erfolg ist die volle Mitbestimmung, die der Verein all seinen Mitgliedern ermöglicht. Selbst die Jüngsten sind hier mehr als nur passive Mitglieder und dürfen den Verein aktiv mitgestalten. Ob die Planung eines neuen Spielplatzes oder die Organisation von Ausflügen – die Jugend übernimmt Verantwortung und lernt, dass ihre Stimme zählt. Dieses reibungslose System ermöglicht vor allem der unermüdliche Einsatz an der Vereinsspitze. Unter lautem Applaus wurden die Vorsitzenden Sandy Schwabe und Lena Richter auf die Bühne gerufen, um den Preis vom Kanzler entgegenzunehmen.

