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Zwei Einsätze in Dresden: Bundespolizei kämpft mit aggressiven Tatverdächtigen

Zwei Einsätze in Dresden: Bundespolizei kämpft mit aggressiven Tatverdächtigen
Symbolbild Polizisten / pixabay oberaichwald
Von: Dresden News

Am Dienstag haben zwei aggressive Männer die Beamten der Bundespolizeiinspektion Dresden an den Bahnhöfen Neustadt und Hauptbahnhof in Atem gehalten. Ein Ladendieb verwüstete am Vormittag ein Geschäft, während am Abend ein per Haftbefehl gesuchter Straftäter gefasst wurde. In beiden Fällen wehrten sich die Tatverdächtigen massiv gegen die polizeilichen Maßnahmen.

Eskalation im Bahnhof Dresden-Neustadt

Der erste Vorfall ereignete sich gegen 10:10 Uhr in der Lidl-Filiale im Bahnhof Dresden-Neustadt. Ein 36-jähriger Eritreer entwendete dort Waren und konsumierte noch im Laden unbezahlte Getränke. Als Mitarbeiter den Diebstahl bemerkten und den Mann stellten, reagierte dieser mit Zerstörungswut und stieß mutwillig Weinregale um.

Auch das Eintreffen der alarmierten Bundespolizei beruhigte die Situation nicht. Selbst im Beisein der Beamten zerstörte der bereits polizeibekannte Mann während des Abführens weitere Weinflaschen. Bei der anschließenden Festnahme leistete er erheblichen körperlichen Widerstand. Die Polizei leitete Strafverfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Diebstahls und Sachbeschädigung ein. Zusätzlich erhielt der 36-Jährige ein zweijähriges Hausverbot für den Bahnhofsbereich.

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Festnahme am Hauptbahnhof führt zu Abschiebung

Gegen 19:30 Uhr verlagerte sich das Einsatzgeschehen an den Dresdner Hauptbahnhof. Ein 39-jähriger polnischer Staatsangehöriger war in einem Regionalexpress aus Görlitz ohne gültigen Fahrschein aufgefallen. Der Mann war zum Zeitpunkt der Kontrolle stark alkoholisiert.

Nach der Ankunft im Bahnhof versuchte er, die polizeilichen Maßnahmen durch erhebliche Gegenwehr zu verhindern. Bei der Überprüfung seiner Personalien stellte sich heraus, warum der 39-Jährige die Konfrontation suchte: Gegen ihn lag eine Ausschreibung zur Festnahme vor. Der Mann hatte gegen ein bestehendes Einreise- und Aufenthaltsverbot verstoßen.

Aufgrund seiner starken Alkoholisierung brachten Rettungskräfte den Mann zunächst in ein Krankenhaus. Nach der medizinischen Zwischenstation wurde er am Mittwochmorgen wieder in die Obhut der Bundespolizei übergeben. Ihn erwarten nun Verfahren wegen Erschleichens von Leistungen sowie Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. Die Beamten überstellen den Mann noch im Laufe des Tages an die polnischen Behörden.

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