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18 Tage waren genug: Wo Dresdens Superblitzer 167 jetzt lauert

Ein grauer Blitzer-Anhänger steht getarnt hinter einem kleinen grünen Busch am Rand einer mehrspurigen Straße neben einem Fahrradweg, auf dem ein Radfahrer fährt. Im Hintergrund sind Bäume, ein helles Wohnhaus und ein wolkenloser blauer Himmel zu sehen.
Neuer Standort: Der graue Superblitzer „HWI-VE 167“ („Versteckkünstler“) steht an der Teplitzer Straße. Getarnt hinter einem Busch misst er den Verkehr stadtauswärts in Richtung Pirna bei Tempo 50. Foto: NH
Von: Cornelius de Haas
Erst Nummer 159, jetzt zieht auch sein grauer Bruder nach und verlässt die Heinrich-Zille-Straße. Viel Strecke hat das Blitzer-Duo nicht gemacht - für zu schnelle Autofahrer bleibt es aber weiterhin richtig teuer.

Dresden. Es sind Umzüge, die den Namen kaum verdienen. Kaum hat sich Dresdens bekanntester Superblitzer HWI-VE 159 um rund 300 Meter weiterbewegt, kommt auch sein grauer Bruder 167 in Fahrt - der Versteckkünstler der Familie. Viel Strecke macht das Duo dabei nicht gut, wohl aber genug, um Pendler auf dem falschen Fuß zu erwischen.

Am auffälligsten ist ausgerechnet der Unauffälligste: 167 hat seinen Stammplatz an der Heinrich-Zille-Straße in Strehlen nach 18 Tagen geräumt und ist nur wenige hundert Meter um die Ecke gewandert. Jetzt steht er an der Teplitzer Straße, stadtauswärts in Richtung Pirna, kurz vor der Gostritzer Straße - hier bei Tempo 50. Seinem Ruf bleibt er treu: Bemerkt wird der graue Kasten von vielen erst, wenn der Blitz längst gezündet hat.

Sein Bruder 159 hat es kaum weiter getrieben. Vom vorherigen Standort an der Stübelallee rückte er nur einen Katzensprung weiter auf die Lipsiusstraße in Striesen und misst dort, rund 100 Meter vor der Comeniusstraße, den Verkehr in Richtung Großer Garten - Tempo 30. Komplettiert wird das Bild vom olivgrünen Jüngsten der Flotte, HWI-VE 213, der sich seit Ende Juni an der Strehlener Straße unter einem Baum vor eine Hecke duckt und Richtung Hauptbahnhof blitzt.

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Auf einen Blick: die drei Standorte

  • HWI-VE 167 (grau, „Versteckkünstler"): Teplitzer Straße, stadtauswärts Richtung Pirna kurz vor der Gostritzer Straße - Tempo 50
  • HWI-VE 159 (grau, der Bekannteste): Lipsiusstraße in Striesen, rund 100 m vor der Comeniusstraße, Blick Richtung Großer Garten - Tempo 30
  • HWI-VE 213 (olivgrün, der Jüngste): Strehlener Straße, Blick Richtung Hauptbahnhof - Tempo 30

Auffällig ist die Ballung: Zwei der drei Anhänger ringen derzeit rund um den Großen Garten um zu schnelle Fahrer, nur 167 schert mit seinem Zug an die Teplitzer Straße etwas nach Süden aus. Dabei verteilt das Ordnungsamt seine Geräte eigentlich bewusst übers Stadtgebiet und lässt sie regelmäßig umziehen, damit sich kein Gewöhnungseffekt einstellt. Gerade aber kann passieren, wer rund um den Park pendelt, gleich mehreren Kästen begegnen.

Für Autofahrer bleibt die Lehre dieselbe - und teuer wird es schnell: Wer innerorts 11 bis 15 km/h zu viel auf dem Tacho hat, zahlt 50 Euro, bei 16 bis 20 km/h werden 70 Euro fällig, ab 21 km/h sind es 115 Euro plus ein Punkt in Flensburg. Da die Anhänger akkubetrieben und ohne Personal tagelang ausharren und die Lasertechnik schon aus der Distanz misst, hilft hektisches Bremsen kurz vor dem Gerät wenig. Wer früh vom Gas geht, fährt günstiger.

Bleibt neugierig auf eure Stadt - die Redaktion von Die Sachsen News wünscht eine sichere Fahrt.

Cornelius de Haas
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Cornelius de Haas

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