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Zurück aus dem Grünen: Hier lauert Dresdens olivgrüner Superblitzer jetzt

Ein olivgrüner, teilstationärer Blitzer-Anhänger steht am Fahrbahnrand unter einem grünen Laubbaum vor einer dichten Hecke.
Getarnte Radarkontrolle: Der olivgrüne Messanhänger (HWI-VE 213) steht am Straßenrand unter einem Baum auf der Strehlener Straße in Dresden. Foto: NvdH
Von: Cornelius de Haas
Nach seinem Ausflug ins ländliche Eschdorf ist Dresdens grüner Tarn-Blitzer zurück im Zentrum - pünktlich zu einem neuen Tempolimit. Pikant: Blitzer.de hatte den Anhänger schon vergangene Woche an dieser Stelle gemeldet, damals zu Unrecht. Jetzt steht er wirklich dort.

Dresden. Manchmal hat ein Gerücht einfach nur etwas Vorlauf: Bereits am vergangenen Freitag meldete das Community-Portal Blitzer.de einen Messanhänger an der Strehlener Straße - doch der dort gesichtete Blitzer dürfte ein mobiles Gerät gewesen sein, das seinen Standort oft schon nach wenigen Stunden wieder aufgibt. Seit heute (29.6.2026) aber steht an gleicher Stelle ein deutlich hartnäckigerer Vertreter: Der olivgrüne Superblitzer HWI-VE 213 hat sich am Straßenrand direkt neben einem großen Parkplatz eingenistet und nimmt den Verkehr in Richtung Hauptbahnhof ins Visier.

Für den jüngsten und auffälligsten der drei Dresdner Enforcement-Trailer ist es eine Rückkehr ins urbane Revier. Zuletzt hatte sich der grüne Tarnkünstler ins ländliche Eschdorf verabschiedet, wo er an der Dittersbacher Straße bei Tempo 30 blitzte. Nun ist er zurück im dichter besiedelten Zentrum - dort, wo der Verkehr rollt und Gewöhnungseffekte schneller einsetzen.

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Neues Tempolimit zum Schutz von Schülern und Fahrgästen

Dass der Anhänger ausgerechnet jetzt an dieser Stelle auftaucht, könnte mit einer frischen Regelung zusammenhängen: Laut einem Bericht von Tag24 gilt an der Strehlener Straße erst seit Kurzem ein zeitlich begrenztes Tempolimit. Von Montag bis Freitag zwischen 6 und 20 Uhr sind dort nur noch 30 Kilometer pro Stunde erlaubt.

Der Grund ist der Schutz besonders gefährdeter Verkehrsteilnehmer: Fußgänger, Fahrgäste an den Haltestellen und vor allem die Schülerinnen und Schüler des benachbarten Beruflichen Schulzentrums für Elektrotechnik sollen sicher über die Straße kommen. Außerhalb dieser Zeiten – also abends, nachts und am Wochenende - gilt das Limit nicht. Wer den Superblitzer also umgehen will, sollte vor allem werktags tagsüber den Fuß vom Gas nehmen.

Tarnung in Grün – und eine bewegte Vorgeschichte

HWI-VE 213 ist erst seit Mitte Mai im Dienst und unter Dresdens Superblitzern der Sonderling: Seine olivgrüne Lackierung lässt ihn zwischen Rasen, Sträuchern und Sommerlaub mit der Umgebung verschmelzen - Tarnung auf die Spitze getrieben. An der Strehlener Straße spielt er diesen Vorteil voll aus, denn er duckt sich unter einem Baum direkt vor eine dichte grüne Hecke. Wer zügig vorbeirollt, erkennt den olivfarbenen Kasten kaum vom Grün dahinter - bis das Blitzlicht aufzuckt.

Berühmtheit erlangte der Anhänger schon kurz nach seiner Premiere: Anfang Juni überstand er an der Meißner Landstraße in Briesnitz einen Brandanschlag nahezu unbeschadet. Das Feuer beschädigte nur die Außenhülle, das Innenleben blitzte unverdrossen weiter. Die Polizei ermittelt seither wegen versuchter Brandstiftung. Heute ist dem Gerät von dem Feuer nichts mehr anzusehen.

Wo die beiden grauen Brüder gerade stehen

Auch die beiden grauen Schwestergeräte sind im Einsatz. HWI-VE 167, der Versteckkünstler der Flotte, hat sein Gebüsch ausnahmsweise verlassen und steht seit dem 20. Juni gut sichtbar am Bordstein der Heinrich-Zille-Straße in Strehlen, wo Tempo 30 gilt. HWI-VE 159, der bekannteste der drei, lauert an der Radeberger Landstraße Ecke Rossendorfer Ring vor Eschdorf - vor der Kulisse eines Stromkastens mit großflächigem Dynamo-Dresden-Graffiti, hier bei Tempo 50. Laut Tag24 hat er sich dort inzwischen um 180 Grad gedreht und blitzt zu schnell in Richtung Radeberg fahrende Automobile.

Da das Ordnungsamt die Standorte aller drei Anhänger regelmäßig wechselt, um Gewöhnungseffekte zu vermeiden, kann jeder von ihnen bis zur nächsten Kontrolle längst weitergezogen sein.

Bleibt neugierig auf eure Stadt – die Redaktion von Die Sachsen News wünscht eine sichere Fahrt.

Cornelius de Haas
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Cornelius de Haas

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