Dresden. Seit Wochen sitzt die Stadt auf gesperrten Mitteln, vom Zuschuss für Sportvereine bis zum Geld für Großprojekte. Damit soll bald Schluss sein: Fünf Fraktionen im Dresdner Stadtrat haben sich auf einen gemeinsamen Änderungsantrag zum Nachtragshaushalt geeinigt, mit dem sie die Haushaltssperre beenden wollen, wie CDU, Grüne, SPD, FDP/Freie Bürger und die PVP-Kooperation mitteilten. Über die Vorlage stimmt der Stadtrat an diesem Donnerstag, dem 25. Juni, ab.
Mehr Geld für Stadtbezirke und Volkshochschule
Der Antrag nimmt mehrere Sparvorgaben des Oberbürgermeisters zurück. Die Stadtbezirksmittel, zunächst von 9 auf 6,60 Euro je Einwohner gekürzt, sollen nun auf 8,25 Euro festgesetzt werden, ein Plus von rund 890.000 Euro. Bei der Volkshochschule sollen die geplanten Kürzungen um 60.000 Euro geringer ausfallen. Die Stadtbezirke seien das Herz der kommunalen Gestaltungsmöglichkeiten, erklärte SPD-Fraktionschefin Dana Frohwieser; die Volkshochschule erhalte einen dringend benötigten Zuschuss für ihre Arbeit, hieß es von den Grünen.
Moosmutzelhaus, Brunnen und Gleichstellung
Für den Kindertreff Moosmutzelhaus in Löbtau, getragen von der Kindervereinigung Dresden, sind zusätzliche 185.000 Euro vorgesehen; der Träger sei bereits in finanzielle Vorleistung gegangen, hieß es. Der Stadtrat erwartet zudem, dass die Finanzierung dieses und aller weiteren Kinder- und Jugendtreffs auch im Doppelhaushalt 2027/2028 gesichert bleibt. Nach Freigabe der Mittel sollen alle funktionstüchtigen Brunnen im Stadtgebiet umgehend und über die gesamte Saison laufen. Für die Stadtbezirksbeiräte sollen künftig wieder mindestens 10 Euro je Einwohner bereitstehen. Die Förderung der Gleichstellungsarbeit soll im nächsten Doppelhaushalt vom Ansatz 2025/2026 ausgehen und nicht von der zuletzt überproportionalen Kürzung.