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Wie Dresdens Cheerleader die europäische Elite aufmischen

Cheerleading-Team in schwarz-goldenen Uniformen zeigt eine komplexe Hebefigur auf einer Bühne. Zwei äußere Athletinnen strecken ein Bein flexibel nach oben. Im Hintergrund zeigt eine LED-Wand das Logo „EUROPEAN SUMMIT CHAMPIONSHIP“.
Spektakuläre Show in Lissabon: Die Allstars des CVD überzeugten bei der European Summit mit fast fehlerfreien Programmen und sicherten sich Rang zehn. Foto: CVD
Von: Cornelius de Haas
Ein Auswahlteam des Cheerleader Verein Dresden hat bei der Premiere der European Summit in Lissabon einen Platz unter den besten zehn geholt. Möglich machte die Reise auch ein Crowdfunding.

Dresden/Lissabon. Mit zwei nahezu fehlerfreien Programmen haben die „Allstars" des Cheerleader Verein Dresden (CVD) bei der ersten Austragung der European Summit in Lissabon den zehnten Platz belegt. Bei der Premiere des Wettbewerbs auf europäischem Boden konnte das Dresdner Auswahlteam am Wochenende, 20. und 21. Juni, mit der Konkurrenz aus ganz Europa mithalten, wie der Verein berichtete.

Die Summit war ein Großereignis: Über alle Kategorien hinweg traten rund 400 Teams an, mehr als 10.000 Aktive waren vor Ort, darunter starke Delegationen aus Großbritannien und Frankreich. Die Dresdnerinnen riefen im Wettkampf ihre Bestleistung ab und landeten im Level 2 auf Rang zehn von 24 gestarteten Teams. Damit erfüllten sie alle Ziele, die sie sich für diese Premiere gesteckt hatten.

Eine Gruppe junger Cheerleaderinnen kniet und steht lächelnd vor einer lila-blauen Bergkulissen-Fotowand. Sie tragen schwarz-goldene Outfits, rote Medaillen um den Hals und weiße Schleifen im Haar. Vor ihnen liegt ein blaues Finalisten-Schild.
Stolze Finalistinnen: Das Dresdner Team landete im Level 2 auf Rang zehn von 24 Teams und feiert den Erfolg glücklich mit Medaillen in Portugal. Foto: CVD

Sachsen war in Lissabon gleich mehrfach vertreten. In derselben Kategorie holte der Cheerleader Club Leipzig den dritten Platz, die Arrows aus Pirna wurden Siebte im Level 3.

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Hinter dem Erfolg stehen 26 Mädchen zwischen 13 und 18 Jahren aus vier Teams des CVD, von denen 24 auf der Matte standen. Wer dabei sein wollte, musste zuvor ein sportliches Auswahlverfahren bestehen.

Der Summit kommt erstmals nach Europa

Die European Summit ist die jüngste Bühne einer Wettkampfreihe, die es bisher nur in Übersee gab. Bislang fanden die Summit-Turniere ausschließlich im US-amerikanischen Orlando statt. Weil die Cheerleading-Szene in Europa wächst, richtete der Veranstalter den Wettbewerb in diesem Jahr zum ersten Mal auf dem Kontinent aus, in der Messe von Lissabon. Für Vereinsmannschaften ist dieser Wettbewerb so etwas wie ein Europapokal; das Original in Orlando entspricht eher einem Weltpokal.

Das Ticket dafür hatten sich die Dresdnerinnen im Mai 2025 erkämpft, mit einem Spitzenplatz bei einem nationalen Qualifikationsturnier. Das ganze Jahr danach richteten sie ihr Training auf diesen einen Termin im Juni aus.

Ein Jahr Vorbereitung neben der Schule

Die größte Hürde war der Kader selbst. Weil die Sportlerinnen aus vier verschiedenen Teams des CVD kamen, musste aus ihnen erst eine Einheit werden. Cheerleading ist ein Kontaktsport: Bei Würfen, Hebefiguren und Pyramiden zählt jeder Griff, und nichts davon gelingt ohne Vertrauen. Über Monate organisierten die Verantwortlichen deshalb zusätzliche Trainingseinheiten, neben dem Vereinstraining, dem laufenden Wettkampfbetrieb und, für die Jugendlichen, neben der Schule.

Drei Cheerleaderinnen werden von ihrem Team hoch in die Luft gestreckt und recken synchron den rechten Arm nach oben. Im Hintergrund leuchtet eine große blaue LED-Wand mit der Aufschrift „EUROPEAN SUMMIT CHAMPIONSHIP“.
Präzision auf der Matte: Bei Würfen und Pyramiden zählt im Kontaktsport Cheerleading jeder Griff und volles Vertrauen. Foto: CVD

Hinzu kam die schiere Logistik: Auch eine Reise für 30 Personen zu organisieren sei eine Herausforderung gewesen, sagte Trainerin Anke Schmidt.

Crowdfunding für die Reise nach Portugal

Auch finanziell war die Fahrt ein Kraftakt. Neben Flügen und Unterkunft fielen Startgebühren in spürbarer Höhe an, und das für ein Team aus Schülerinnen und Auszubildenden. Um die Last zu verteilen, startete der Verein eine Kampagne auf der Crowdfunding-Plattform 99Funken der Ostsächsischen Sparkasse Dresden. Sie war erfolgreich: Mit 51 Unterstützerinnen und Unterstützern sowie einer Co-Finanzierung der Sparkasse von 2.500 Euro kamen insgesamt 5.575 Euro zusammen, das gesetzte Ziel war damit übertroffen.

Auch die Sportlerinnen selbst legten Hand an: Zum Season Opening sammelten sie mit einem Kuchenbasar und Spenden weitere 2.900 Euro. Getragen vom Verein und vielen Förderern reisten die Dresdnerinnen so bis nach Portugal und kehrten als eines der zehn besten Teams ihrer Kategorie zurück.

Cornelius de Haas
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Cornelius de Haas

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