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Hinfallen, Pizza machen, weiterrollen: So geht Kindernachtskaten in Dresden

Hinfallen, Pizza machen, weiterrollen: So geht Kindernachtskaten in Dresden
Kurze Trinkpause während des etwa 45 minütigen kostenfreien Trainings (Foto: JVO)
Von: Juliane
Wer gestern Abend am Skatepark Lingnerallee vorbeikam und ständig "Pizza! Pizza!" hörte, konnte beruhigt sein: Hier eröffnete kein neuer, gehypter Foodspot mit wartenden Fans vor der Tür. "Pizza machen" ist der wohl meistgenannte Begriff beim Skatenlernen.

Gemeint ist die Fußhaltung, bei der die Skates zu einem Dreieck wie ein Pizzastück zusammengeführt werden. Sie ist die Grundlage fürs Losfahren und für so ziemlich jede fortgeschrittenere Übung danach.

Kinder jeden Alters lernten unter Anleitung geschulter Skateinstrukteure vom Förderverein Dresden skatet e.V. das Inlineskaten. Kostenlos und ohne Anmeldung, möglich dank vieler Ehrenamtlicher und Förderung durch den Stadtbezirk Dresden-Altstadt. Am Ende des Abends wartete sogar eine Mini-Runde durch die angrenzenden Straßen mit Polizeieskorte – genau wie beim großen Nachtskaten der Erwachsenen, das mehrmals im Jahr auf Strecken zwischen 5 und über 20 Kilometern durch die Stadt führt.

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Ausrüstung: Für Kinder kostenlos, Erwachsene zahlen kleinen Obulus

Wer keine eigenen Inliner besitzt, musste trotzdem nicht zu Hause bleiben: Dank einer Kooperation mit der Marke K2 ließen sich Inlineskates und  Schutzausrüstung (Helm sowie Handgelenk-, Ellenbogen- und Knieschoner) in Kindergrößen kostenfrei ausleihen. Wollten Eltern selbst mitrollen und brauchten dafür ebenfalls Ausrüstung, wurden 5 Euro für Skates und Ausrüstung zusammen fällig, als Pfand hinterlegte man einen Ausweis. Ohne komplette Schutzausrüstung durfte niemand auf den Asphalt, das wurde konsequent durchgesetzt.

Erst üben, dann rollen

Los ging es um 18 Uhr auf der Wiese neben dem Skatepark: Wie stehe ich mit Skates an den Füßen überhaupt auf? Wie falle ich hin, ohne mir wehzutun? Und eben: Wie mache ich "Pizza", um sicher zu stehen und stabil zu fahren? Nach dieser kurzen Aufwärmrunde verteilten sich die Kinder auf verschiedene Trainingsstationen, je nach Können – während geschulte Trainer zwischen den Stationen umherliefen, Tipps gaben und im Zweifel auch die Eltern beim Anlernen der eigenen Kinder coachten. Rund 45 Minuten wurde so geübt, während ein Moderator durch die Veranstaltung führte.


Wer sich besonders sicher bewegte, wurde belohnt: Die beiden fahrsichersten Kinder bekamen am Ende eine Weste und durften als Ordner bei der anschließenden Runde mithelfen. Der Höhepunkt folgte nämlich direkt 19 Uhr: ein Korso mit Sicherungsauto, Ordnern, Musik, Polizei und Sanitätern – genau wie später bei den Erwachsenen. Für Verpflegung war ebenfalls gesorgt. An einem Stand gab es Bratwurst und Getränke.

Für die Geübten: Die Familienrunde mit den Erwachsenen

Wer die Grundlagen – Fallen, Kurven, sicheres Bremsen – schon draufhatte, musste danach nicht unbedingt nach Hause. Ab 21 Uhr durften trainierte Kinder gemeinsam mit den Erwachsenen die Familienrunde des großen Nachtskatens ausprobieren.

Wer selbst mal "Pizza machen" möchte, hat dieses Jahr nur noch eine Gelegenheit: am 4. September, danach macht das Kindernachtskaten Winterpause. Alle Termine und weiteren Infos gibt's auf nachtskatendresden.de.

Juliane
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Juliane

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