Dresden. Eine Brücke ist für Erwachsene ein Bauwerk aus Statik, Spuren und Millionen. Für Kinder ist sie erst mal ein Ort - zum Sitzen, Spielen, Staunen. Genau diesen Blick hat sich Dresden beim Neubau der Carolabrücke bewusst geholt. Und der fiel klarer aus, als man denken würde.
Dass Kinder und Jugendliche mitreden durften, ist dabei kein nettes Extra. Ihre Beteiligung ist rechtlich verankert - in der UN-Kinderrechtskonvention ebenso wie in der Sächsischen Gemeindeordnung, die Kommunen vorschreibt, junge Menschen bei Vorhaben zu beteiligen, die ihre Interessen berühren. Eine neue Elbquerung, über die viele von ihnen täglich zur Schule fahren, ist ein solches Vorhaben.