Dresden. Es war ein arbeitsreicher Tag für Dresdner Feuerwehr und Rettungsdienst: 214 Mal schlugen die Alarmierungen am 31. Mai aus - Unfälle, Brände, Hilfeleistungen, dazu ein Gewitter, das weniger Schäden hinterließ als befürchtet. Was hinter diesen Zahlen steckt, zeigt ein Blick auf die Einsätze des Tages.
Der Serverraum, der sich nicht öffnen ließ
Der kuriose Einsatz des Tages spielte sich am frühen Nachmittag in Pieschen ab. Um 15:12 Uhr meldete die automatische Brandmeldeanlage eines Bürogebäudes an der Riesaer Straße Feuer in einem Serverraum. Die Feuerwehr rückte aus - und stand vor einem Problem, das mit Löschmitteln nichts zu tun hatte: Die Tür ließ sich nicht öffnen.
Weder die hinterlegten Schlüssel noch die elektronischen Schließsysteme funktionierten. Ein herbeigerufener Sicherheitsdienst stand ebenfalls ratlos vor der verschlossenen Tür. Hinter ihr qualmte es, ein Schmorbrand in der Elektroinstallation hatte für dichten Rauch gesorgt. Also öffnete die Feuerwehr die Tür gewaltsam, schickte einen Atemschutztrupp hinein - und stellte fest: Offene Flammen gab es keine. Der Brand hatte sich nicht ausgebreitet, die bauliche Abtrennung hatte den Rauch auf den Serverraum begrenzt.